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Mitgliedschaft Angestellte Schweiz

Ziele der Angestellten Schweiz

  • Bestmögliche Arbeitsbedingungen schaffen
  • Permanente Arbeitsmarktfähigkeit erhalten
  • Aushandlung, Umsetzung und Überwachung der Gesamtarbeitsverträge

Attraktive Dienstleistungen

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Mitgliederbeitrag

  • Einzelmitglieder aller Branchen, inkl. MEM-Branche ohne Solidaritätsausweis, bezahlen CHF 150.- pro Jahr.
    Einzelmitglieder der MEM-Branche mit Solidaritätsausweis bezahlen CHF 260.- pro Jahr. Nach Abgabe des Solidaritätsausweises erfolgt eine Rückvergütung von CHF 170.- (Rückerstattung-Solidaritätsausweis CHF 60.- und Zuwendung CHF 110.-). Der Netto-Beitrag beträgt CHF 150.-.
  • Pensionierte bezahlen Fr. 60.- pro Jahr. Dieser Betrag ist nur gültig für bestehende Mitgliedschaften, welche ohne Unterbruch als Mitgliedschaften für Pensionierte weitergeführt werden.
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... für einen Mittelstand mit Zukunft

50 Jahre Arbeitsgesetz – ein Grund zu feiern?

Donnerstag, 18. Dez 2014

Seit dem 2. Dezember hat unser Arbeitsgesetz ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel. Eine lange Zeit, die ihm doch etwas zugesetzt hat. Angesichts der rasanten technologischen und arbeitsorganisatorischen Entwicklungen seit 1964 kommt es heute nicht mehr ganz zeitgemäss daher.

Seit 50 Jahren regelt das Arbeitsgesetz die wichtigen Parameter der Arbeitsbedingungen zum Schutze der Gesundheit und der persönlichen Sphäre der Arbeitnehmenden. Die wesentlichsten Elemente des Arbeitsgesetzes sind die Eckwerte der Arbeitszeit.

 

Das Arbeitsgesetz hat wesentlichen Anteil daran, dass sich seit dem Glarner und dem eidgenössischen Fabrikgesetz im 19. Jahrhundert die Arbeitsbedingungen für die Angestellten zum Positiven entwickelt haben: Konkret wurden die starren und langen Arbeitszeiträumen gekürzt und zugleich eine verstärkte Pflicht zur Erfassung und Dokumentation der Arbeitszeit festgeschrieben. Der Spielraum der Sozialpartner hat aber mit dem Arbeitsgesetz nicht gelitten: Lohnfragen liegen in der Schweiz nach wie vor im Bestimmungsfeld der Sozialpartner. Bis heute fehlt auch ein Passus über die Fünftagewoche – diese Rahmenbedingung obliegt nach wie vor den Sozialpartnern.

 

Die Revision im Jahre 2000 verlief vor allem im Sinne der Arbeitgeber: Unter anderem mit der Aufweichung der ursprünglichen „Nachtarbeitszeit“ ab 20:00 Uhr und mit der zusätzlichen Schöpfung der zulagenfreien Abendarbeitszeit von 20:00 – 23:00 Uhr. Damit wurde sicher einem Anliegen der Arbeitgeber entsprochen. Die Revision ist aber auch eine Konzession an die zunehmend flexible Arbeitswelt. Daher muss die Revision im Jahre 2000 als Wendepunkt im Prozess der ständigen Verbesserung der Rahmenbedingungen für Arbeit gesehen werden.

 

In den letzten Jahren hat mit der zunehmenden Entgrenzung von Arbeit eine gewisse Ratlosigkeit eingesetzt. Das Arbeitsgesetz greift nicht mehr, weil auf wichtige Entwicklungen in der Arbeitswelt keine adäquate Antwort gefunden wurde.

 

Die Problemfelder sind bekannt

 

Erstens, die Arbeitszeiterfassung: Das Staatsekretariat für Wirtschaft (Seco) selber hat seit mehreren Jahren Mühe die gesetzlich geschuldete Zeiterfassung durchzusetzen. Als Folge davon hat das Seco im Dezember 2013 eine Weisung erlassen, dass unter bestimmten Voraussetzungen die Arbeitszeit nicht mehr detaillierte erfasst werden muss.

Zweitens, das Problem der Online-Arbeit: Bis heute gibt es keine glaubwürdige Erfassung der homebased Online-Arbeit.

 

Fazit: Haben wir Grund zum Feiern? Jein. Das Arbeitsgesetz war ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen, wirkt aber heute ein wenig wie eine Schreibmaschine zur Bewältigung der Administrativarbeit. Es gibt also Handlungsbedarf.

 

Christof  Burkard, Leiter Rechtsdienst der Angestellten Schweiz 

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