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Mitgliedschaft Angestellte Schweiz

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Neue Berechnungsmethode der IV kann Betroffene besser stellen

Dienstag, 30. Jan 2018

Per 1. Januar 2018 trat eine Änderung der Verordnung über die Invalidenversicherung in Kraft, mit welcher ein neues Berechnungsmodell für die Festlegung des Invaliditätsgrades bei Teilerwerbstätigen eingeführt wurde. Das Modell verbessert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und erfüllt die Vorgaben des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR).

Bei Teilerwerbstätigen wird der Invaliditätsgrad nach der sogenannten gemischten Methode berechnet, d.h. die gesundheitliche Einschränkung im Erwerbsbereich (Beruf) und im Aufgabenbereich (z.B. Haushalt) wird separat ermittelt. Die Teilzeitarbeit im Erwerbsbereich wurde dabei bis anhin überproportional berücksichtigt, was - verglichen mit der allgemeinen Methode für vollerwerbstätige Personen - in der Regel zu tieferen Invaliditätsgraden führte. Betroffen davon waren grösstenteils Frauen. Da diese Berechnungsmethode Frauen benachteiligt, die nach der Geburt von Kindern ihr Arbeitspensum reduzieren, hat der EGMR die Berechnungsmethode als diskriminierend eingestuft.

Mit der neuen Berechnungsmethode sollen nun bei der Festlegung des Invaliditätsgrades von Teilerwerbstätigen die gesundheitlichen Einschränkungen im Erwerbs- und im Aufgabenbereich gleich stark gewichtet werden. Damit wird die Haus- und Familienarbeit besser berücksichtigt und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gestärkt.

Auswirkungen auf die IV-Rente

Mit dem neuen Berechnungsmodell können teilerwerbstätige Personen in Zukunft eine höhere Rente erhalten, da ihr Invaliditätsgrad neu bemessen und berechnet wird. Deswegen müssen die IV-Stellen nun alle laufenden Viertelsrenten, halben Renten und Dreiviertelsrenten, welche nach der bisherigen gemischten Methode berechnet wurden, von Amtes wegen überprüfen. Eine allfällige Erhöhung der Rente wird in diesen Fällen ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens der vorliegenden Änderung gewährt werden.

Für Personen, die bisher nach der gemischten Berechnungsmethode einen IV-Grad von unter 40 Prozent erreicht haben, kann aufgrund der neuen Berechnungsweise allenfalls ein IV-Grad von 40 Prozent und höher resultieren. Dies würde neu zu einem Anspruch auf eine Rente führen. In solchen Fällen erfolgt keine Revision von Amtes wegen, das heisst, eine Rente wird nicht automatisch zugesprochen. Betroffene Personen müssen selber aktiv werden. Wir empfehlen Ihnen in diesem Fall, eine möglichst rasche Neuanmeldung bei der für Sie zuständigen IV-Stelle.

Bei weiteren Fragen im Bereich Arbeits- und Sozialversicherungsrecht steht Ihnen der Rechtsdienst der Angestellten Schweiz gerne zur Verfügung.

Marilena Schioppetti, Rechtsanwältin Angestellte Schweiz

Dieser Beitrag basiert auf der Medienmitteilung des Bundesrats vom 1. Dezember 2017 zum Thema „Die Invalidität von Teilerwerbstätigen soll ausgewogener berechnet werden“.

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